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Unsere ersten Bauvorhaben in Polen

Baubeginn war Mitte Juli. Beide Objekte werden voraussichtlich Mitte Oktober abgeschlossen sein.

Wroclaw ist eine sehr alte und eine sehr schöne Stadt. Auch heute, fast 55 Jahre nach dem 2. Weltkrieg in welchem die Stadt zu etwa 90% zerstört wurde, sind noch die Spuren einer sehr langen deutschen Geschichte zu sehen. Heute ist Wroclaw eine aufstrebende und junge Stadt, nicht zuletzt wegen der ca. 100.000 Studenten an verschiedenen Universitäten und Hochschulen. Die Straßen sind voller Autos und wer im Straßenverkehr mitkommen will, darf nicht ängstlich sein. Aber auch unter dem Straßenpflaster gibt es viel zu tun. Regenwasser-, Schmutzwasser- und Trinkwasserleitungen sind in einem schlechten Zustand und müssen erneuert werden. Die TRP Bau arbeitet an einem der verkehrsreichsten Knotenpunkte von Wroclaw, der Uliza Wyscigowa. Wir wechseln hier die bestehende Trinkwasserleitung gegen eine neue Gussrohrleitung DN 400 aus. Die Baugrundverhältnisse sind nicht nur wegen der vielen vorhandenen Kabel und Leitungen schwierig, auch Fundmunition erschwert das Vorankommen. Der anstehende Boden wechselt von Torf über Sand zu Lehm und schwer lösbarem Ton. Der komplette Rohrgrabenaushub ist zu entsorgen und durch Sand zu ersetzen. Ab ca. 1,0 bis 1,2 m unter Geländeoberkante steht der natürliche Grundwasserspiegel an. Kein Wunder, denn durch Wroclaw fließt die Oder. Söffelpumpe und GWA sind permanent im Einsatz. Auch wenn die Stadt schön ist, die Baustellenbedingungen sind es keinesfalls. Doch gerade wegen der geschilderten Schwierigkeiten ist die TRP vor Ort, einfache Baustellen kann doch jeder abarbeiten.

Piotrowice liegt 60 km von Wroclaw entfernt im dortigen Oderbruch. Es ist ein Straßendorf von etwa 1 km Länge. Im Vergleich mit Wroclaw zeigt Piotrowice ein ganz anderes Bild von Polen. Es ist keineswegs jung und dynamisch. Die Häuser sind alt und neigen zum Verfall. Deren Bewohner haben früher meistens in der Landwirtschaft gearbeitet und sind heute vielfach arbeitslos. Die jungen Leute ziehen, wenn sie können, nach Wroclaw. Auch wenn das Bild des Dorfes traurig anzusehen ist, sind die verbliebenen Einwohner doch freundlich. Auf ca. 800 m Länge bauen die Mitarbeiter der TRP Bau einen Regenwasserkanal, einschließlich den dazu gehörigen Straßeneinlaufschächten. Die Verlegetiefe beginnt am Tiefpunkt bei 2,8 m und steigt bis 1,5 m am Hochpunkt auf. Unter einer ca. 0,5 bis 1,5 m starken, humosen Deckschicht steht ein grobkörniger Sand an. Ab 1,5 m, spätestens bei 1,8 m unter Oberkante Gelände befindet sich der Grundwasserspiegel, so dass unterhalb dieser Linie im gut durchlässigem Sand ohne Wasserhaltung gar nichts geht.

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