Anspruchsvolle Horizontalspülbohrung in Potsdam.

Eine ganz besondere Aufgabe erwartet uns aktuell in der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee. Die äußerst anspruchsvolle Erschließung eines Hinterhauses ist nur in geschlossener Bauweise möglich. Es geht 20 m durch eine Hofeinfahrt, die durch das Vorderhaus verläuft. Aufgrund der Bauweise in massivem Stahlbeton ist eine herkömmliche Horizontalspülbohrung nicht möglich, da der Bohrkopf nicht geortet werden kann. Also haben wir absolutes Neuland betreten und eine unserer Bohranlagen für kabelgeführtes Bohren ausgerüstet. Dieses Verfahren ist extrem aufwendig und wird nur äußerst selten angewandt. Wenn auf anderem Wege keine oberirdische Ortung des Bohrkopfes möglich ist, kann das Signal über ein Kabel zur Bohrmaschine zurückgeführt werden. Klingt einfach, ist jedoch äußerst anspruchsvoll. Die Verbindung zwischen Maschine und Bohrkopf wird alle 3 m beim Gestängewechsel gebrochen. Das Verbindungskabel muss ebenfalls getrennt und anschließend druckwasserdicht neu verbunden werden. Auch die Interpretation der Bohrlochdaten ist anspruchsvoll. Für die erste Bohrung (35m) benötigten wir zwei Tage, die geplante Trasse konnte dabei nahezu haargenau eingehalten werden. In der kommenden Woche sollen nun noch zwei weitere Bohrungen folgen – direkt daneben und sogar noch etwas länger (50m). Wir packen es an und halten euch auf dem Laufenden!